Smartphone-Akku ohne Kabel laden

Akkus kabellos laden: So funktioniert Induktionsladen

Induktionsladen

Smartphone, Tablet und Co kabellos laden – das klappt per sogenanntem Induktionsladen. Dabei legen Sie das Gerät einfach auf eine spezielle Ladevorrichtung, und schon lädt sich der Akku auf. Erfahren Sie hier mehr über das Laden per Induktion und warum der drahtlosen Ladetechnik die Zukunft gehört.

 

Dem Induktionsladen gehört die Zukunft

Moderne Smartphones haben großen Energiehunger. Das helle Display, die Nutzung von Apps, die Schnappschüsse mit der Kamera und Musikstreaming verbrauchen viel Energie. Spätestens nach zwei Tagen durstet es selbst dem stärksten Akku nach Strom. Die meisten Nutzer laden ihr Gerät mindestens einmal täglich – gewöhnlich mit dem Netzkabel an der Steckdose.

Wir nutzen im Smart Home das kabellose WLAN-Netz, hören Musik per Bluetooth, steuern das Licht per App. Moderne Technik kommt immer häufiger ohne Kabel aus. So auch das Induktionsladen: Was sich in Küche (Induktionskochfeld) und Bad (elektrische Zahnbürste) längst etabliert hat, wird zukünftig immer mehr elektronische Geräte kabellos laden. Aber wie funktioniert induktives Laden genau?

 

Induktion ist eine bewährte Technik

Schon vor mehr als 100 Jahre brachte die drahtlose Energieübertragung Lampen zum Leuchten. Heute überträgt sich der Strom beim Induktionsladen über elektromagnetische Wellen. Ein mit Strom versorgter Sender erzeugt ein magnetisches Wechselfeld. Die induktive Kopplung findet zwischen zwei elektrischen Spulen statt, jeweils eine Spule muss in der Ladestation und im Endgerät verbaut sein. Je genauer die Spulen aufeinanderliegen, desto höher ist der Wirkungsgrad des Ladestroms – im Nahbereich von wenigen Zentimetern beträgt er um die 90 Prozent.

 

Worauf Sie beim Induktionsladen achten müssen

Für das Laden per Induktion benötigen Sie eine Wireless-Ladestation, auch Charging Board oder Charging Base genannt. Um zum Beispiel ein Smartphone induktiv zu laden, muss es lediglich mit der Rückseite nach unten auf die Ladestation gelegt werden. Mittlerweile sind auch auch Möbel und dekorative Ablageschalen für Schlüssel, Portemonnaie und Co mit integriertem Ladefeld erhältlich.

Seit Ende 2008 existiert das internationale Wireless Power Consortium (WPC), in dem die wichtigsten Hersteller der Elektronikbranche vertreten sind. Das Konsortium hat einen Industriestandard für die induktive Energieübertragung von Mobilgeräten festgelegt, der sich "Qi" nennt. Der Begriff ist die chinesische Bezeichnung für Lebensenergie und wird „Chi“ ausgesprochen. Damit das Laden per Induktion funktioniert, müssen Ladestation und aufzuladendes Gerät den Qi-Standard unterstützen.

Beim Induktionsladen werden in der Regel bis zu 15 Watt Strom pro Stunde übertragen, per Fast Wireless Charging sind sogar bis zu 120 Watt möglich. Diese neue Technik beherrschen bisher aber nur wenige Smartphones und andere Geräte.

 

Induktionsladen: Was für und gegen die Technik spricht

Die Vorteile:

  • Ladekabel sind nicht mehr nötig. 
  • Mit geeigneten Ladestationen lassen sich mehrere Geräte auf einmal laden. 
  • Der Qi-Standard lässt sich für ältere Smartphones über eine Hülle mit integrierter Qi-Technik nachrüsten.

Die Nachteile:

  • Nur moderne Endgeräte unterstützen von Werk aus den Qi-Standard.
  • Beim Laden gehen rund zehn Prozent der eingesetzten Energie verloren.
  • Das Aufladen dauert aktuell noch länger als mit einem herkömmlichen Ladekabel.
  • Liegen die Induktionsspulen von Ladestation und Endgerät nicht exakt aufeinander, stoppt der Ladevorgang (bei Ladestationen mit mehreren Spulen kann das nicht so leicht passieren).
  • Das Endgerät lässt sich während des Induktionsladens kaum nutzen.
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